Bergsteiger verbrachten zwei Nächte auf dem Ortler

Am Dienstag den 15. Juni 2010 haben 2 osteuropäische Bergsteiger die Ortler Nordwand trotz widriger Wetterprognosen durchstiegen.  Sie erreichten gegen 16:00 Uhr den Gipfel des Ortlers und versuchten dann ins Tal abzusteigen. Aufgrund von Nebel und Regen war es den Bergsteigern aber nicht möglich den Weg ins Tal zu finden, so mussten sie die Nacht in einem Notbiwak verbringen.

Hubschrauber im Landeanflug

Da das Wetter auch am nächsten Tag nicht besser wurde, alarmierten die Bergsteiger die Notrufzentrale 118, welche den Notruf an die Bergrettung Trafoi weiterreichte. Aufgrund des schlechten Wetters und des anhaltenden Regens und Nebels war des den Männern der Bergrettung aber nicht möglich zu den Bergsteigern vorzudringen.

Die Bergrettung Trafoi stand im ständigen Handy-Kontakt mit den Bergsteigern und es wurde versucht die genaue Position dieser zu bestimmen um sie in Tal zu lotsen. Dies gelang dann schließlich am Abend, aber aufgrund der einsetzenden Dunkelheit mussten die Bergsteiger eine weitere Nacht im Not-Biwak verbringen.

Am nächsten Morgen konnten die Männer den Abstieg ins Tal fortsetzen und kamen gegen 10:00 Uhr zur Tabarettahütte, welche bereits geöffnet hatte. Dort stärkten und wärmten sich die Männer erst mal und gingen anschließend weiter ins Tal zu ihrem Auto.

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